Köln ist eine Stadt der Kirchen. Wie in keiner anderen deutschen Stadt finden sich hier auf engem Raum innerhalb des Verlaufs der mittelalterlichen Stadtmauer außer dem Dom noch zwölf große romanische Kirchen:

Der mächtige Vierungsturm - der Turm am Schnittpunkt von Haupt- und Querschiff der Kirche - prägt das Gesicht der Kölner Altstadt. Teile der Fundamente der von 1150 bis 1240 erbauten Kirche ruhen auf Mauerwerk von Lagerhallen der alten römischen Rheininsel. Diese ist erst durch Zuschüttung des alten Rheinarmes an das Stadtgebiet angeschlossen worden.

Groß St.Martin
Groß Sankt Martin

Gegründet wurde Sankt Andreas als Chorherrenstift etwa um das Jahr 960 von Erzbischof Bruno. Um 1200 wurde ein Neubau errichtet, der seinerseits immer wieder umgestaltet wurde. Die Kirche ist mit spätromanischen wie spätgotischen Formelementen ausgestattet.

St. Andreas
Sankt Andreas
Glanzstück der Kirche ist der überkuppelte Dreikonchenbau im Osten, der um 1200 erbaut wurde. Die Konchen sind in Nischenform gestaltete halbrunde Nebenräume, oft überwölbt von einer Halbkuppel. Der Turm ist mit 67 Metern der höchste der romanischen Kirchen in Köln. Eines der schönsten Werke romanischer Architektur St. Aposteln
Sankt Aposteln

Die älteste romanische Kirche Kölns, errichtet im 10. Jahrhundert. Sehenswert sind das monumentale Westwerk an der Nordseite des Chores sowie der noch fragmentarisch erhaltene Kreuzgang.

St. Cäcilien
Sankt Cäcilien

Sankt Georg ist die einzige erhaltene romanische Säulenbasilika des Rheinlandes. Beeindruckend ist vor allem der wuchtige Westbau. Seine ungewöhnliche Mauerstärke von 5 Metern deutet darauf hin, dass ursprünglich ein viel höherer Turm geplant war.

St. Georg
Sankt Georg
Sie ist eine der schönsten Kölner Kirchen. Usprünglich als Märtyrerkirche angelegt, stammt der spätantike Ostbau wohl aus der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts. Der Ausbau des Gebäudekerns zum hohen gewölbten Dekagon - die zehneckige Umbauung des alten römischen Ovalbaus - wurde zwischen 1219 und 1227 durchgeführt St. Gereon
Sankt Gereon

Die dreischiffige Gewölbebasilika ist die jüngste der romanischen Kirchen Kölns. Die Kirche wurde 1247 geweiht. Der Turm stürzte mehrere Male ein, zuletzt 1943 / 1944 nach Bombentreffern.

St. Kunibert
Sankt Kunibert
Der romanische Bau entstand im 11. Jahrhundert - 1049 weihte Papst Leo IX das Langhaus. Seit dem 12. Jahrhundert wird die Kirche "St. Maria in capitolio" genannt. Das eindrucksvolle Grabkruzifix in der Nordkonche stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. St. Maria im Kapitol
Sankt Maria im Capitol

Die kleinste der romanischen Kirchen und älteste Pfarrkirche Kölns wurde vermutlich um 1220 errichtet. Finanziert wurde der Bau durch Patrizierfamilien des Viertels. Gerühmt wird die Kirche wegen ihrer Gewölbe- und Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert.

St. Maria Lyskirchen
Sankt Maria Lyskirchen
Die heutige Kirche wurde zwischen 1130 und 1160 im frühstaufischen Stil errichtet. Seit dem Wiederaufbau 1956 beherbergt die Kirche das Museum Schnütgen mit seinen einzigartigen Kunstschätzen. St. Pantaleon
Sankt Pantaleon

Ehemalige Stiftskirche aus dem 11. / 13. Jahrhundert, die über frühen Vorgängerbauten errichtet wurde. Unter der Kirche sind römisch-fränkische Gräberfelder für Besucher zugänglich. Um 1400 wurde der Westturm fertiggestellt.

St. Severin
Sankt Severin
Über einem römischen Gräberfeld wurde um 1135 die romanische Emporenbasilika errichtet. Der gotische Chor folgte Ende des 13. Jahrhunderts. An die heilige Ursula erinnert der "Ursulaschrein". Diese "Goldene Kammer" enthält Reliquienbüsten und zu Bildern komponierte Knochen. St. Ursula
Sankt Ursula